Ein Plädoyer ans eigene Ich

 

Niemand kann dir, ohne deine Zustimmung, das Gefühl geben, minderwertig zu sein.

 

Ja, ja und nochmal ja!! Liebe Frau Roosevelt, könnte ich Sie persönlich noch antreffen, würde ich Ihnen für diesen wunderbaren Gedanken danken. Ich werde nie vergessen, als ich als 13-jähriges Mädchen diesen Spruch mit großen verwunderten Augen las und mir sicher war, dass es so ziemlich der genialste Gedanke war, der mir bis zu dem Zeitpunkt begegnet war. Und das denke ich heute auch noch - 20 Jahre später. Ich glaube sogar, dass ich ihn heute mehr schätze denn je, denn sind wir mal ehrlich:

 

Wie oft werden wir hinterfragt, wie oft werden wir angezweifelt und wie oft müssen wir uns mit Menschen auseinandersetzen, die es zu ihrer Mission gemacht haben, uns das Leben zu erschweren?

 

Und all das führt dazu, dass wir unsicher werden, dass wir gehemmt sind und nicht einfach anfangen laut zu singen wenn uns danach ist oder einfach mal Dinge tun, die keinen Sinn ergeben, die aber irsinnig Spaß machen. Wir zweifeln, wir grübeln und sind immer weiter auf der Suche nach dem idealen Ich, das Ich das wir meinen andere sehen zu wollen. Irgendwann landen wir in einer Sackgasse und fragen uns, wie wir es geschafft haben, uns so zu verlieren.

 

Dabei gibt es so viele Gründe warum wir, so wie wir sind, genau richtig sind. Der beste Grund ist: Das Leben ist zu kurz um sich zu vergrübeln (= Stunden um Stunden grübeln :-) ) und ganz sicherlich zu spannend.  Viele sehen die Türen, Fenster und Spalte nicht, durch die man durchkrabbeln kann und dadurch wieder auf unerwartete neue Dinge trifft. Viele stecken so fest, dass sie nichts mehr um sich herum sehen und ihre Enttäuschung, ihre Wut auf andere projizieren. Das ist immer einfacher, aber nicht klug und Nein - auch überhaupt nicht mutig. Denn sich mit sich selbst zu beschäftigen, die eigenen Fehler und Schwächen zu erkennen und sich zu bemühen, weiter zu wachsen, kann total unangenehm und anstrengend sein. Aber es ist der beste Weg zu sich selbst. Denn erst dann merken wir, dass wir selber unser Glück in der Hand haben und damit auch die Kontrolle darüber, ob uns jemand das Gefühl geben kann, weniger wert zu sein, wie wir es tatsächlich sind. Wir sind Herrin über unser Leben - wenn wir uns trauen uns weiterzuentwickeln.

 

Das ist mein Plädyer ans eigene Ich :-)

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Kommentare: 1
  • #1

    Ursula S.W. (Mittwoch, 01 März 2017 22:43)

    Wunderbarer Gedanke! Das kann ich nur unterstreichen ... und jeden ermutigen Vertrauen in sich selbst zu haben. Mach nur den ersten Schritt und Du wirst die Kraft in Dir spueren ... und erstaunt zur Kenntnis nehmen, wie anders die Umwelt aufeinmal auf Dich reagiert. Der naechste Schritt wird dann schon leichter. Mein Motto: "Feel the fear and do it anyway!"